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Ein Balkongeländer in einer Wohnungseigentumsanlage darf nicht abweichend gestrichen werden. Andersfarbige Anstriche, führen zu einem "uneinheitlichen Erscheinungsbild der Fassade" und wirken sich negativ auf das Aussehen des Hauses aus. Denn das kann auch den Wert der Immobilie beeinflussen.

Ein Eigentümer darf sein Balkon also

nicht ohne Zustimmung der anderen

Eigentümer in einer anderen Farbe

streichen.

  Ummauert ein Wohnungseigentümer die Fläche unter seinem Balkon stellt das eine bauliche Veränderung dar. Alle Wohnungseigentümer müssen dafür zustimmen. Auch wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht und die zuständige Behörde die bauliche Maßnahme genehmigt hat(OLG ). Eine Eigentümergemeinschaft hatte beschlossen Balkonbrüstungen durch Leichtmetallgeländer zu ersetzen. Einzelne Eigentümer waren aber der Ansicht, dass es sich hierbei um eine bauliche Veränderung handelt und daher nur mit Zustimmung aller Eigentümer beschlossen werden kann. Das OLG München war aber der Ansicht, dass es sich dabei um eine modernisierende Instandsetzung handelt, welche durch Mehrheitsbeschluss durchgesetzt werden kann.

Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt,

die den gleichen Erfolg versprechen,

hat die Eigentümergemeinschaft

einen Ermessensspielraum.

Beschließt eine Eigentümergemeinschaft, dass jeder Eigentümer die Kosten der Sanierung des Balkons selbst tragen muss, kann die Eigentümergemeinschaft, diese Instandhaltungslast durch einen weiteren Beschluss wieder zurücknehmen, wenn ein Eigentümer die Sanierung bereits durchgeführt hat. (Mehrheitsbeschluss Eigentümer) Diese Regelung darf aber nicht für die Zukunft gelten, sondern gilt als Übergangsregelung. So dass alle Miteigentümer gleich behandelt werden. Sollen nachträglich Balkone angebaut werden, müssen alle Eigentümer zustimmen. Denn der Anbau eines Balkons kann den Gesamteindruck erheblich verändern und auch Schatten bilden.

Balkone gehören zum

Sondereigentum. Das bezieht sich

aber nur auf den Balkonraum. Die

konstruktiven und zur Sicherheit

dienenden Bauteile gehören zum

Gemeinschaftseigentum. BAY OLG

Zum Gemeinschaftseigentum zählen:

die Bodenplatte, das Balkongitter,  Balkongeländer, die Balkonbrüstung einschließlich Deck- und Kronenbleche,  die Balkontür, die Balkonfenster (ausgenommen die Innenseiten), die Balkondecken,  die Isolierungsschichten auf der Balkonplatte, Balkonstützen, Balkontrennmauer

Zum Sondereigentum gehören:

    der Balkonraum ,     der Boden-/Plattenbelag, der Innenanstrich einer      Balkontüre,     der Innenputz und Anstrich der Brüstung,     Pflanzentröge. Jede Balkon-, Loggiaverglasung ist eine bauliche  Änderung, die im Regelfall nur mit Zustimmung aller Wohnungseigentümer zulässig ist. Hat ein Wohnungseigentümer das alleinige Nutzungsrecht an einem Teil des Gemeinschaftseigentums, so muss er auch die Kosten für eine Reparatur daran tragen.

Wenn ein Wohnungseigentümer an

dem im Gemeinschaftseigentum

stehenden Balkon eine Trennwand als

Sichtschutz anbringt, stellt das eine

bauliche Veränderung dar. Diese

müssen die Nachbarn nicht zwingend

hinnehmen.

Balkone sind Gemeinschaftseigentum; denn Balkone können nicht verändert oder beseitigt werden, ohne dass das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes verändert wird (§ 5 Abs. 1 WEG). Beläge auf Balkonplatten, Estrich auf Balkonplatten und die Innenseite der aufstehenden Kragplatte aus Beton sind nach § 5 Abs. 1 WEG Sondereigentum  
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